Ein Fest der Völkerverständigung erlebten die Mitglieder des Freundeskreises Hockenheim - Commercy am vergangenen Wochenende in den Vogesen.
Sehr früh ging die Fahrt am Samstag los, denn um 10:45 Uhr war man bereits mit den Mitgliedern des Cercle Commercy in Gérardmer in der Brauerei La Géromoise verabredet und beide Freundeskreise kamen pünktlich und zeitgleich an.
Der Auftakt des zweitägigen Treffens begann mit der Besichtigung und Erklärungen zu der kleinen Brauerei. Die Braukessel stammten alle aus Belgien und so orientierte sich die Brauerei an dem belgischen Bier. Das Deutsche Reinheitsgebot spielt dabei keine Rolle, und so dürfen sie auch Zusätze im Bier verwenden.
Danach konnten die vielfältigen Biere probiert werden. Vom süffigen leichten hellen Bier, dem Blonde bis zum Ambrée dem würzigen Bier mit Zitrusnote und leichter Bitterkeit waren alle Geschmacksrichtungen vertreten.
Nach der Bierverköstigung wurde in der Brauereigaststätte gemeinsam zu Mittag gegessen. Die Kulinarik darf im Nachbarland nie fehlen. So wurde ein typisches 3 Gänge Menü aus den Vogesen serviert, dessen Hauptgang aus einem deftigen und sehr schmackhaften Schmorgericht bestand.
Danach ging es gleich an den nur wenige Schritte entfernten größten natürlichen See in den Vogesen, den Lac de Gérardmer. Auf dem See wimmelte es nur so von kleinen Segelbooten und Windsurfern, verständlicherweise fehlten bei 15 Grad Wassertemperatur die Badegäste im Wasser.
Mit einem Elektromotorboot wurde der 2,2 Kilometer lange und 38 Meter tiefe Gebirgssee umrundet und man lernte viel Wissenswertes über den See. Martina Galvan, welche auch den franz. Gesprächskreis des Freundeskreises leitet, übersetzte gekonnt sowohl in der Brauerei als auch neben dem Kapitän auf dem Schiff.
Auch direkt in Gérardmer waren viele Gäste und Motorsportfans, denn die Rallye Vosges Grand Est machte in Gérardmer Station. Ein hochkarätiges Motorsport Ereignis im Rahmen der franz. Rallyemeisterschaft, an der auch der Elsässer neunmaliger Rallye Weltmeister Sebastian Loeb teilnahm.
Am Nachmittag wurde das Hotel in La Bresse angesteuert und bald füllte sich der hoteleigene Garten. Bei Sonnenschein und leichtem Wind wurde von den kühlen Getränken in Form von franz. Bier oder Aperol reger Gebrauch gemacht. Schnell stellte man wieder fest, auch ohne große Sprachkenntnisse klappt die Verständigung zwischen Commercianern und Hockenheimern hervorragend. Entweder war gleich ein Sprachkundiger in der Nähe, oder man half sich mit Händen und Füßen aus.
Das Abendessen wurde im Hotel nochmals gesteigert, ein 4 Gänge Menü und der obligatorische Kaffee oder Espresso bildeten den Abschluss.
Matthias Stier bedankte sich bei Bernard Maizieres dem franz. Präsidenten des Cercles Commercy für die hervorragende Organisation mit einem kulinarischen Gastgeschenk. Wurst und Schinken und ein Fass Bier aus dem Schwarzwald. Bis spät in die Nacht hinein wurde mit diversen franz. Weinen die deutsch – franz. Freundschaft gefeiert.
Am Sonntagmorgen stand der Besuch des Marktes in La Bresse auf dem Programm. Angeboten wurden regionale Lebensmitteln aller Art bis zur Kleidung und Schmuck. Den Besuchern bot sich etwas fürs Auge und herrliche Düfte für die Nase.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen hieß es „Au revoir“ und bis zum nächsten Male zu sagen.
mst