Freundeskreis Hockenheim-Commercy
Freundeskreis Hockenheim-Commercy

Alte Postkarten von Commercy

Hockenheims Partnerstadt Commercy in Bildern

Schwetzinger Zeitung, 22.04.2021, Matthias Stier

Der Freundeskreis Hockenheim – Commercy bekam in der Zeit vor Corona an die Adresse von Präsident Matthias Stier ein kleines Päckchen zugesandt, nur mit einer E-Mail Adresse als Absender. Darin alte Postkartenmotive aus Commercy, der französischen Partnerstadt Hockenheims.

Auf die Rückfrage woher die Postkarten stammen kam folgende Antwort:

„Liebe Familie Stier. Es freut mich, dass Ihnen die alten Postkarten gefallen haben. Diese sind in den vierziger Jahren – während seiner Kriegsgefangenschaft in Frankreich – von meinem Schwiegervater erworben worden. Also ca. 75 Jahre alt.  Wegwerfen wollte ich diese nicht und habe im Internet recherchiert und bin auf die Adresse des Freundeskreises gestoßen. Ich selbst habe meine Jugend in Heidelberg verbracht und die deutsch- französische Verständigung war mir immer ein Anliegen. Ich wohne in Berlin und augenblicklich verweile ich auf Gran Canaria. Ist es nicht schön fast 74 Jahre in Frieden in Europa zu leben ?

Saludos de Gran Canaria- Au revoir – und Auf Wiedersehen ! Herbert Weidlich.“

 

Die  Motive auf den Postkarten zeigen auch heute noch die schönsten Gebäude und Plätze in und um Commercy.

In erster Linie das Schloss von Commercy, direkt am Ufer der Meuse gelegen.

Seinen Höhepunkt erlebte das Schloss während der Zeit um 1736 als König Stanislas  während seines zweiten Exils dort Quartier bezog.

Ursprünglich als Burg im Mittelalter erbaut wurde, es im 18. Jahrhundert zu einem Schloss umgebaut und erweitert. Heute beherbergt das Schloss das Rathaus von Commercy, die Touristeninformation, die Sozialstation und die Bibliothek  von Commercy. Und in einem sehr schönen Raum das Trauzimmer.

Sehenswert ist der Ehrensaal mit seinen vielen Fenstern im Schloss.

Darin finden sehr viele Ausstellungen statt. Bilddokumentationen des Freundeskreises Hockenheim – Commercy wurden dort bereits ausgestellt oder oftmals präsentierte auch der Hockenheimer Kunstverein dort seiner Werke. Auch das Ensemble I Danzatori Palatini zeigte im Ehrensaal ihr tänzerisches Repertoire.

Etwas zu erkennen ist auf den Postkarten auch  die Hufeisenform auf dem Platz vor dem Schloss, diese Form haben auch die angrenzenden Häuser mit ihren heutigen Bars und Restaurants übernommen.

Zu sehen ist auch die kerzengerade Straße Avenue Voltaire und Lindenalle. welche das Schloss und die königliche Quelle im Wald verbindet.

Auch der Place de l´Hotel de Ville ist in der Form heute noch erhalten. Früher war wie der Name es ausdrückt das Rathaus an diesem Platz untergebracht.

Dort befindet sich heute auch eine der beiden Verkaufsstellen der Original Madeleines aus Commercy.

Immer einen Besuch wert ist auch das Denkmal auf dem Hügel von Montsec. Im Herzen des Regionalen Naturparks Lothringen gelegen, unweit von Commercy und mit Blick auf den Lac de Madine.

 

Das Denkmal besteht aus einem runden Säulengang in dessen Mitte auf einer Orientierungstafel die Dörfer und Kriegsschauplätze des ersten Weltkrieg dargestellt.  Das Denkmal wurde von den Vereinigten Staaten 1932 errichtet und trägt die Namen aller Amerikanischen Einheiten welche 1918 dort kämpften. Das Denkmal wird heute noch von den Vereinigten Staaten gepflegt.

Die Gegend um Commercy war hart umkämpft und so ist es nicht verwunderlich, dass in Commercy sich  auch ein Soldatenfriedhof befindet.

Heute hat Commercy mit der Radrennbahn, genannt Velodrom und der Insel Malard viele interessante und verträumte Plätze zu bieten.

 

Der Brief von Herrn Weidlich und die Geschichte welche hinter den Postkarten steht ist ein wunderschönes Beispiel einer Völkerverständigung, weit über die Grenzen einer Städtepartnerschaft hinaus.

 

Matthias Stier

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