Freundeskreis Hockenheim-Commercy
Freundeskreis Hockenheim-Commercy

DIA-Vortrag des Freundeskreises Hockenheim-Commercy

Jakobsweg- Teil 2-Spanische Seite

Das Pilgern auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella ist immer noch aktuell.

 

Zu diesem Thema hat der Präsident des Freundeskreises Hockenheim-Commercy, Robert Maurer, seinen DIA-Vortrag vom vorigen Jahr mit weiteren Fotos von der spanischen Teilstrecke fortgeführt.

 

Wie groß die Anziehungskraft des Pilgerweges nach Santiago de Compostela ist, zeigte die Besucherzahl am vergangenen Freitag im Nebenzimmer des  Restaurants  zum Vogelpark.

 

Der Präsident des Cercle Commercy –Hockenheim Robert Maurer reiste mit seiner Gattin Francoise aus Commercy  an, um den zweiten Teil des Pilgerweges auf der spanischen Seite vorzustellen, welchen sie zu Fuß im Jahr 2003 zurücklegten. Insgesamt waren sie 64 Tage am Stück unterwegs, davon allein 34 Tage in Spanien. Sie kamen auf eine Gesamtstrecke von 1600 Kilometern auf der gesamten Pilgerreise.

 

Im letzten Jahr stellte Robert Maurer den französischen Teil des Weges vor, und so begann der Dia Vortrag  nun im spanischen Valcarlos.  Diese erste Etappe auf spanischem Boden nach Burguete  war 18 km lang. Im Schnitt legte das Ehepaar Maurer zwischen 20 und 32 km am Tag zurück.  

 

Mit wunderschönen Bildern unterlegt,  erzählte Robert Maurer von den Strapazen, aber auch von den vielen schönen Momenten und vor allen Dingen Begegnungen mit  anderen Pilgern und den Menschen unterwegs. Ihnen wurde viel Gastfreundschaft ntgegengebracht, wobei die Unterkünfte und das Essen viel schlichter und einfacher war, als auf dem französischen Teil der Reise.

Oft musste man bereits um  5:30 Uhr die Schlafstätte verlassen, warten bis eine Bäckerei oder ein Cafe für das Frühstück offen hatte und am Abend nach einer neuen Übernachtungsmöglichkeit suchen.  So führte der Weg  auch durch Foncebadón hindurch. Eine verlasse und aus vielen Ruinen bestehende ehemalige Stadt der Tempelritter.   Nur durch die vorbeiziehenden Pilger gibt es noch Leben zwischen den verfallen Gemäuern,  aber die Herberge war zu abgelegen und zu düster um dort zu übernachten.

 

Viele Pilger berichteten  abends  in den Herbergen und Unterkünften nach dem Warum ihrer Pilgerreise.  Die meisten unternahmen die Reise, wegen Problemen und um Buße zu tun. Robert Maurer sagte,  wir legten den Pilgerweg einfach so zurück, um des Glaubens willen. Der Weg als Ziel. Unterwegs fand man wenig Zeit  für Gespräche, denn jeder Pilger legte die Tagesetappen im eigenen Rhythmus zurück, und so traf man sich erst am Abend in den Herbergen zum Gespräch wieder.

 

Der Tagesablauf war geprägt vom Einkaufen der Tagesverpflegung, ganz wichtig  Mineralwasser für unterwegs, und vom Wäschewaschen,  was Francoise wie zu Hause übernahm.

 

Am Rabanai Pass auf 1500 Meter Höhe steht das Cruz de Ferro, das Eiserne Kreuz. Dort legte Francoise Maurer nach alter Pilgertradition einen kleinen Stein nieder, den sie aus ihrem Heimatdorf Euville, in der Nähe von Commercy,  dafür mitgenommen hatte.

 

Dann endlich nach vielen Kilometern das große Ziel:  Santiago de Compostela. Ein unbeschreiblicher Moment für jeden Pilger. Jeden Tag   ist dort  in der Kathedrale eine heilige Messe für die Pilger.

Aber keine Wallfahrt ist vollständig, wenn  man nicht ins 90 km entfernte Kap Finisterre fährt, das im Mittelalter das Ende der Welt bedeutete.  Dort werden nach alter Pilgertradition die auf der Reise getragenen Kleider verbrannt und dort kann man auch die Jakobsmuschel  erwerben, welche die Hausfassade vom Ehepaar Maurer in Commercy ziert.

 

 Interessanterweise hatten Sie auf der 64 Tage währenden  Reise nur 5 Tage Regen. 12 Kg Gewichtsverlust verzeichnete Robert Maurer am Ende der Reise  nach Compostela. Die Heimreise mit dem Zug dauerte dann nur noch 26 Stunden.

 

Matthias Stier überreichte als Erinnerung an die Reise und den Dia Vortrag 2 Flaschen spanischen Rotwein und bedankte sich für den Vortrag.  Mit vielen Fragen an die beiden Pilger und interessanten Gesprächen endete der unterhaltsame  Vortragsabend.

 

mst

 

 

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